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AWH-Pressemitteilung – Belastung durch die Baustelle an der A4

Eine Delegation des Arbeitskreises Wirtschaft Hürth (AWH) und der Kreishandwerkerschaft Rhein-Erft hat am Donnerstag, 27.11.2025, ein konstruktives Gespräch im Landtag Nordrhein-Westfalen geführt. Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Thomas Okos trafen sich Guido Mumm und Thomas Kuhlow (AWH) sowie Peter Ropertz, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, mit NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer und seinen Fachreferenten.

Im Mittelpunkt stand die anhaltende Belastung durch die Baustelle an der A4 auf Höhe Eifeltor – ein Dauerthema, das Unternehmen, Handwerksbetriebe und Beschäftigte in der gesamten Region spürbar trifft.

„Die Verzögerungen sorgen dafür, dass Handwerker ihre Kunden später erreichen, Mitarbeitende auf teils doppelt so langen Wegen unterwegs sind und Unternehmen an Attraktivität als Arbeitgeber verlieren“, betont Peter Ropertz.

Der Stand der Dinge – und was sich jetzt ändert

Im Gespräch bestätigte Minister Krischer, dass der Brückenbau an der A4 als Ersatzneubau eingestuft wurde. Das bedeutet: deutlich kürzere Genehmigungs- und Bauzeiten. Für die Region ist das ein wichtiger Durchbruch – und zugleich ein Erfolg des gemeinsamen Engagements von AWH, Kreishandwerkerschaft und der Interessenvereinigung Frechener Unternehmer (IFU).

Auch bei einem zweiten Großprojekt gab es eine entscheidende Nachricht: Die Planfeststellung für die Unterführung der Stadtbahnlinie 18 am Militärring liegt nun vor. Damit ist der Weg frei für eine Entlastung auf einer der wichtigsten Pendler- und Wirtschaftsachsen zwischen Hürth, Köln und dem Raum Marsdorf.

Weitere Brennpunkte klar benannt

Die Delegation nutzte den Termin, um zusätzliche Verkehrsknoten anzusprechen, die täglich für Stau und Zeitverluste sorgen. Besonders betroffen sind die Industriestraße als zentrale Verbindung zu Gewerbegebieten, die Horbeller Straße nach Marsdorf sowie die Engstellen der Luxemburger Straße von und nach Köln, die regelmäßig an ihre Kapazitätsgrenzen stößt.
Deutlich wurde: Ohne Modernisierung, bessere Abstimmung und eine klare Priorisierung droht die Region weiter an Beweglichkeit einzubüßen.

Digitale Werkzeuge sollen Planung verbessern

Minister Krischer verwies zudem auf das digitale Baustellenmanagement „TIC“, das Kommunen eine langfristige und abgestimmte Planung ermöglicht. Die Delegation kündigte an, dieses Thema aktiv in die Verwaltungen des Rhein-Erft-Kreises einzubringen – damit Baustellen künftig besser koordiniert werden und weniger „im Weg stehen“.

Fazit des Arbeitskreises

„Der heutige Termin zeigt: Wenn man miteinander spricht statt übereinander, bewegt man etwas – für die Region, das Handwerk, die Wirtschaft und die vielen Beschäftigten, die täglich auf funktionierende Infrastruktur angewiesen sind“, so Guido Mumm, Vorsitzender des AWH.

Mit den Fortschritten beim Ersatzneubau der A4-Brücke und der Planfeststellung zur Linie 18 geht die Delegation gestärkt aus Düsseldorf zurück. Zugleich bleibt klar: Die Verkehrsinfrastruktur im Rhein-Erft-Kreis braucht mehr Tempo, mehr Koordination und mehr Verlässlichkeit.

Foto AWH, v.l.n.r.: Guido Mumm, Thomas Kuhlow, Oliver Krischer, Thomas Okos, Peter Ropertz